Viele Häuslebauer stehen vor der schwierigen Entscheidung: Sollen die Mehrkosten für einen Keller in Kauf genommen werden, um Wohn- und Nutzfläche zu gewinnen, oder sollte das Geld besser gespart werden? Dabei ist sorgfältig abzuwägen, da viele Hausbesitzer ihre Entscheidung gegen den Bau eines Kellers später bereuen. Denn die Kellernutzung bietet viele Vorteile.

Die Kellernutzung – viele Möglichkeiten, wenige Nachteile

Die Kellernutzung gehört zu den häufigsten Streitfragen beim Hausbau. Ob es überhaupt einen Keller geben soll und wie dieser genutzt werden könnte, ist dabei meist die Hauptfrage. Schließlich kann der Kellerausbau je nach Größe und Lage des Kellers bis zu 40.000 Euro kosten.

Kellernutzung – zum Besipiel als Welness Bereich mit Sauna

Wohnen im Keller: vielfältige Möglichkeiten

Der größte Vorteil der Kellernutzung liegt in der gewonnenen Nutzfläche. Oft wird dieser als Wohnraum genutzt und schafft somit jede Menge Platz. Die Liste der möglichen Nutzungsarten für die Kellerräume ist riesig:

■ Hauswirtschaftsraum/Waschküche
■ Hobby-/Bastelraum
■ Büro
■ zusätzliches Badezimmer
■ Wellness-Bereich mit Sauna, Solarium und/oder Pool
■ Spielzimmer für die Kinder
■ Partykeller

Nutzung als Fitnessraum

Ebenfalls beliebt: Jugendzimmer. Viele Bauherren planen den Keller als Wohnraum – so können ältere Kinder ihr eigenes Reich im unteren Stockwerk erhalten. Das Wohnen im Keller kann aber auch helfen, die Kasse aufzubessern: Häufig werden Keller als Einliegerwohnungen im Souterrain vermietet.

Die Vorteile der Kellernutzung im Überblick

Die Kellernutzung kann in Regionen, in denen die Grundstückspreise sehr hoch sind, helfen, den Geldbeutel zu schonen. Hat man im Keller Stauraum, kann das Grundstück kleiner gewählt werden, da beispielsweise keine Gartenhütte erforderlich ist, um Fahrräder oder Spielzeug unterzustellen. Besonders in Städten und Ballungsräumen ist dies für Bauherren ein wichtiges Entscheidungskriterium. Zudem sollte bedacht werden, dass auch ohne einen Keller, die Waschmaschine und der Trockner Platz benötigen – diese minimieren dann jedoch den Wohnraum. Ein weiterer Vorteil: Auch wenn die Kosten häufig als Nachteil der Kellernutzung angesehen werden, darf auch die enorme Wertsteigerung nicht vergessen werden, die eine Wohnimmobilie durch einen Keller erfährt.

Nachteile der Kellernutzung: hauptsächlich ein Kostenproblem

Die meisten Verbraucher scheuen die Kosten, die mit der Kellernutzung einhergehen. Laut der Initiative Pro Keller muss mit folgenden Kosten gerechnet werden:

■ 18.000 bis 24.000 Euro für 100 m2 Hochkeller
■ 33.000 bis 42.000 Euro für 100 m2 Keller bei drückendem Wasser
■ Faustregel: ca. 300 Euro pro m2

Rein rechnerisch betrachtet betragen die Mehrkosten dementsprechend nur etwa 10 Prozent vom Wert des gesamten Hauses. Im Gegenzug gewinnen Hausbesitzer allerdings 40 Prozent an Raum gegenüber der reinen Wohnfläche des Hauses ohne Kellernutzung. Eines darf angesichts des Raumgewinns nicht vergessen werden: Die zusätzlichen Kellerräume können auch einen Aufwand bedeuten, da auch diese regelmäßig gereinigt und instand gehalten werden müssen. Dies gilt besonders dann, wenn der Keller als Wohnraum verwendet wird.

Wussten Sie schon?

Wenn sich der Keller im Grund- oder Schichtenwasser befindet, muss er speziell abgedichtet werden. Hierfür stehen die folgenden Materialien zur Verfügung:

■ schwarze Bitumenschicht (schwarze Wanne)
■ Kunststoffbahnen (schwarze Wanne)
■ wasserundurchlässiger Beton (weiße Wanne)

Quelle: baumotion.de

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